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CONVERGENCE: das Wiki zur Lösung sozialer, politischer und moralischer Probleme
gegründet am 7. Februar 2006 von hjn 12:33, 12. Jan 2008 (CET)
Wegen Missbrauchs ist dieses Wiki gegen Editieren gesperrt. Wegen Arbeitsüberlastung ist es unbetreut. Dieses Wiki ist aber unter GNU-Lizenz in jedes andere Wiki kopierbar, und dort kann die Arbeit dann vielleicht ungestört fortgesetzt werden. Ich bin nur für die philosophischen Ideen dieses Wikis verantwortlich. Für Schäden, auch solcher die trotz meiner Sperrungen eintreten, bin ich nicht verantwortlich. Sorry for this. hjn 12:08, 12. Jan 2008 (CET)
Wer das Projekt kennt und die Bedingungen für die Mitarbeit akzeptiert, kommt hier
Hier eine Einführung:
Inhaltsverzeichnis |
Die zwei Leitideen
Was alle angeht, können nur alle lösen! (Friedrich Dürrenmatt)
Alles Leben ist Problemlösen! (Karl Popper)
Motivation
Wenn wir jemals dahin kommen, in weltweiter Zusammenarbeit politische Probleme, die uns alle angehen, zu lösen, wird man dafür Regeln brauchen, denn andernfalls kommt es nur zu erhitzten Diskussionen ohne Ergebnis.
- Diese Regeln werden hier vorgeschlagen. Sie können von allen ausprobiert, verwendet und verbessert werden.
- Die wichtigsten dieser Regeln liegen auf der Hand. Sich fragen: (1) welches Problem soll gelöst werden? (2) Wie könnte eine Lösung aussehen? (3) Hat sie unhaltbare Konsequenzen? (4) Gibt es bessere Alternativen? (5) Welche Alternative löst das Problem am besten?
- Diskussionen sollen nicht länger divergieren (auseinanderlaufen), sondern auf Ergebnisse hin 'konvergieren' (zusammenlaufen). Daher heißt das Wiki 'CONVERGENCE' (Konvergenz).
- Die politischen Probleme werden separat in sog. PS-Wikis bearbeitet, das sind problem solving wikis, also Problem lösende Wikis. Dort werden die hier vorgeschlagenen und ständig verbesserten Regeln (sog. PS-Regeln) angewendet.
Wichtige Hinweise für Co-Autoren (unbedingt beachten!)
Vorstellung: Die Ziele des Projekts CONVERGENCE
Was will das Wiki CONVERGENCE erreichen?
- Das Ziel des Wikis CONVERGENCE ist, Regeln zu entwickeln, die es möglich machen, gemeinsam weltweit politische, soziale und moralische Probleme zu lösen, ohne die Diskussion darüber ins Leere laufen zu lassen.
- Dabei handelt es sich um so genannte PS-Regeln. Mit diesen PS-Regeln gehen wir in andere Wikis, in so genannten PS-Wikis, um dort Probleme zu lösen, die uns alle angehen und zu denen viele etwas beitragen können.
- PS-Wikis stehen in bewusster Konkurrenz zu nutzlosen politischen Diskussionen. Es geht nicht um Meinungsaustausch, nicht um politische Debatten, nicht um Dampfablassen ("Schreiben Sie uns!", "Ihre Meinung interessiert uns!"), sondern um politische Problemlösungen.
- Das ist nur in einem streng geregelten Verfahren möglich. An den Regeln sollten alle Interessierten mitarbeiten können (Deutsch hier in CONVERGENCE, Englisch in PROBLEMSOLVER [[1]]).
Warum die Zusammenarbeit vieler?
- Bei der weltweiten Zusammenarbeit an der Wikipedia[[2]] hat sich gezeigt, dass viele Köche keineswegs den Brei verderben, sondern ihn immer besser werden lassen. Aber wie ist es, wenn wir versuchen, gemeinsam Probleme zu lösen, die uns alle angehen? - Je mehr Menschen aus aller Welt sich an brisanten politischen Diskussionen beteiligen, um so stürmischer wird die Diskussion, und es ist nicht zu erwarten, dass sich alle jemals auf ein Ergebnis einigen werden.
- Und doch sollten wir es nicht aufgeben, die Intelligenz vieler zu nutzen, um politische, soziale und moralische Probleme besser nutzen zu können. Die Beteiligung vieler braucht man,
- (1) Weil bei politischen, sozialen und moralischen Probleme immer die Frage auftaucht, wie wir leben wollen. Das ist keine Fachfrage, die Fachleute beantworten können. Das ist eine Frage, die nur die Betroffenen beantworten können.
- (2) Weil es zu allen Vorschlägen, die ein Problem lösen, immer unendlich viele Alternativen gibt, die einem Erfinder allein gar nicht alle einfallen können.
- (3) Weil es immer unendlich viele Konsequenzen gibt, die ein Erfinder allein gar nicht überblicken kann. Es könnte immer eine Konsequenz auftauchen, die den augenblicklichen Lösungsvorschlag zunichte macht.
- (4) weil es nichts gibt, was nicht immer weiter verbessert werden könnte. Wie bei Fotoapparaten oder Computerprogrammen ist jede neue Version besser als die alte, und allmählich konvergieren die Problemlösungen, so wie Fotoapparate sich allmählich immer ähnlicher werden, obgleich sehr viele und ganz unterschiedliche Firmen und Menschen daran arbeiten. Konvergenz gibt es nur eine Zeitlang. Jederzeit kann neues Wissen auftauchen und ganz neue Problemlösungen möglich machen, so wie vor einigen Jahren Digitalkameras das Problem, das die Rollfilmkameras zu lösen versuchten, besser zu lösen begannen. Nach solchen Revolutionen beginnt der Verbesserungsprozess von Neuem. Die Verbesserungszyklen wiederholen sich um so schneller, je mehr Menschen an ihnen mitarbeiten.
- Dass viele Köche den Brei nicht verderben, liegt daran, dass sie ein gemeinsames Ziel verfolgen und nach gemeinsamen Regeln vorgehen.
Vorbild Wikipedia
- Vorbild und Ermutigung zu diesem Projekt ist die Enzyklopädie Wikipedia, deren Artikel allmählich '"konvergieren"' und "stabil" werden. Das heißt, die Zahl der Verbesserungen wird immer kleiner; je mehr man sich dem gemeinsamen Ziel nähert, und das Ziel der Wikipedia ist relativ einfach zu erreichen: die zur Zeit beste Kurzdarstellung eines Wissensgebietes.
- Bei der Wikipedia braucht man im Wesentlichen nur vier einfache Regeln, um das gemeinsame Ziel zu erreichen:
- (1) den Zweck (oder das Ziel) des Lexikons im Auge behalten,
- (2) einen neutralen Standpunkt einzunehmen,
- (3) nicht das geltende Recht und kein Copyright zu verletzen,
- (4) als Mitarbeiter an der gleichen Sache einander Respekt entgegenzubringen.
Mehr Regeln als bei Wikipedia
- Bei der Lösung politischer, sozialer und moralischer Probleme kommen weitere Regeln hinzu. Andernfalls würde die Diskussion zu keinen Ergebnissen führen.
- Die relativ große Zahl von Regeln ist zunächst entmutigend, vielleicht sogar abschreckend. Aber das ist nur ein Anfang: Vielleicht zeigt sich, dass wir mit weniger und mit einfacheren Regeln auskommen können. Wenn aber eine relativ große Zahl unvermeidlich ist, ist das Problem, das dadurch entsteht, immer kleiner als das, gemeinsame Lösungen politischer Probleme, die uns alle angehen, zu verfehlen.
- Diese Regeln sind seit ca. 50 Jahren von Wissenschaftstheoretikern (siehe Quellen und Vorarbeiten) entwickelt worden. Sie sind kein Dogma, sondern ein Vorschlag und damit ein sinnvoller Anfang, damit wir nicht bei Adam und Eva beginnen müssen. Dieser Vorschlag (siehe oben) muss nun nach und nach verbessert werden durch:
- (a) die Beseitigung von Fehlern, durch
- (b) die Konfrontation mit Alternativen und durch
- (c) die experimentelle Erprobung anhand von PS-Wikis, die mit Hilfe der jeweils neusten PS-Regeln konkrete politische, soziale oder moralische Probleme lösen.
Worum geht es bei PS-Wikis?
Experimentelle Erprobung mit PS-Wikis
Gibt es ähnliche Projekte anderswo?
Realisierungschancen
Quellen und Vorarbeiten
Aufsatz zu der Grundidee als pdf-Datei aus der Zeitschrift AUFKLÄRUNG UND KRITIK Heft 1 (2006), S. 67-93: [3]
