PS-Wikis
Aus Convergence
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Zielsetzungen (bitte nicht verändern)
- Mit PS-Wikis sollen politische, soziale oder moralische Probleme gelöst werden.
- Sie unterscheiden sich grundsätzlich von politischen Diskussionen, Mailingslists und anderen Meinungsäußerungen.
- Der Unterschied liegt darin, dass sie sich an bestimmte Regeln halten, die geeignet sind, Diskussion zu einem Ergebnis zu führen.
- Diese sog. PS-Regeln werden separat im Wiki "Convergence" entwickelt.
- Es gibt dort auf der Hauptseite einen einfachen Satz von Regeln als Arbeitsversion und einen etwas komplexeren Teil der PS-Regeln für Streitfälle.
- Auch im Wiki Convergence werden einige PS-Wikis bearbeitet. Sie verfolgen hier zwei Ziele:
- (1) Wie oben soll ein politisches, soziales oder moralisches Probleme gelöst werden.
- (2) Wenn diese Lösung scheitert oder auf Schwierigkeiten stößt, sollen die angewendeten Regeln so verbessert werden, dass die Lösung nicht scheitert und nicht auf Schwierigkeiten stößt.
- Der Anlass für die Entwicklung von PS-Wikis waren drei der folgenden Wikis (hier im Langtitel)
- "Objektive Toleranz als die Leitidee 'Gewaltminimierung'",
- "Gewaltminimimierung verankert in den Menschenrechten und in der Charta der UN" und die
- "Gleichwertigkeit aller Menschen verankert in den Menschenrechten und in der Charta der UN".
- Die anderen Wikis dienen den oben genannten Zielen (1) und (2) oder nur (2).
- Hier ist nur Platz für einige wenige Wikis, die gleichzeitig der Erprobung der PS-Regeln dienen. PS-Wikis und Wikis überhaupt kann aber jeder selber gründen, z. B. bei gratis-wiki [1] oder Wikicities.
PS-Wikis
Zur Einführung in die Methode eignet sich am besten ein nicht zu komplexes Beispiel wie das folgende:
Zehn Gebote von Humanismus und Aufklärung
Die Giordano Bruno Stiftung hat für nicht-religiöse Menschen einen Dekalog (Zehn Gebote) vorgeschlagen, der etwas Besseres sein will als die zehn Gebote in der Bibel. In jedem Fall soll es eine diskutierbare Alternative sein. Egal, wie sehr man damit einig geht oder nicht: Die Zielsetzung ist erkennbar und die "Zehn Gebote" können dementsprechend verbessert werden, - und wenn es nur stilistisch ist.
Was hier gut gezeigt werden kann: Auch wer nicht die gleiche Überzeugung teilt, kann (guter Wille vorausgesetzt) verstehen, was gemeint ist, welches Ziel erreicht werden soll. Das allein genügt, an einem Wiki echte Verbesserungen zu machen, selbst wenn man ganz andere Überzeugungen vertritt.
Toleranz als Gewaltminimierung
Vorläufiger Text (er wird später in das Wiki eingearbeitet):
Die besonders seit der Aufklärung verbreitete Leitidee meint so etwas wie unterschiedliche Denk- und Lebensweisen ertragen und keinesfalls mit gewalttätigen Methoden (sei es grob, sei es subtil) Partei für die eine oder andere Seite zu ergreifen.
Diese Leitidee (in den Köpfen) kann verbessert werden, wenn wir uns angewöhnen, unter 'Toleranz' Gewaltverzicht zugunsten der argumentativen Auseinandersetzung zu verstehen. Und da Gewaltverzicht manchmal nicht möglich ist (z. B. wenn man mit Gewalttätern konfrontiert wird), sollte man 'Gewaltverzicht' durch 'Gewaltminimierung' ersetzen.
- Das Toleranzprinzip lautet in der neuen Version: "Wähle immer die Entscheidungsalternative mit der geringsten Gewaltentwicklung!".
- Es gibt unentscheidbare und schwierige Fälle. Es gibt aber auch viele einfache Fälle. Man darf nicht abwarten, bis derartige Prinzipien von den Philosophen lupenrein rekonstruiert worden sind (das tun sie schon seit 2500 Jahren).
Projekte, die sich um Gewaltminimierung bemühen gibt es bereits. Siehe das "Netzwerk gegen Gewalt" [[2]]
Hier geht es um ähnliche, zum Teil speziellere Ziele:
- (1) Was können wir tun, um die Leitidee 'Toleranz' in dieser Neudeutung in den Köpfen der Menschen zu verankern?
- (2) Wie kann man die gleiche Idee als gesellschaftliche Institution objektiv greifbar machen? - Dazu dient der Vorschlag im Wiki Gewaltminimierung (UN), nämlich der Verankerung dieses Toleranzprinzips in der Charta der UN.
Gewaltminimierung (UN)
Vorläufiger Text (er wird später in das Wiki eingearbeitet):
Hier geht es nicht primär um die philosopische Begründung oder praktische Durchführung der Gewaltminimierung in allen Bereichen menschlicher Praxis. Sondern die Idee ist: Einen einzigen Satz formulieren, der geeignet ist zur Verankerung dieses Toleranzprinzips in der Charta der UN.
Natürlich hat dieser Satz Konsequenzen und verändert als "gesellschaftliche Institution" das Leben vieler. Deshalb muss er "diskutiert" werden. "Diskutieren" heißt hier aber:
- Je mehr mitarbeiten, desto schneller kommt man auf unhaltbare Konsequenzen.
- Je schneller unhaltbare Konsequenzen entdeckt werden, desto schneller kommt man auf bessere Alternativen.
Das Toleranzprinzip in der UN-Charta zu verankern, kommt nicht von ungefähr. ...Erläuterung des Kofi Annan Plans "Responsibility to Protect" (Verhinderung von Gräueln wie Ruanda 1995, Darfur usw.) ...Erläuterung warum der Annan-Plan in der UN scheitert (USA, China usw. sollen einen teil ihrer Souveränität aufgegebn. Tun sie nicht...) und bisher nur zu einem "Remember Rwanda"-Tag geführt hat.
Gleichwertigkeit aller Menschen (UN)
Vorläufiger Text (er wird später in das Wiki eingearbeitet):
Hier geht es um die Gleichwertigkeit aller Menschen (anstelle des vagen "brotherhood"). Und da das ein zu fernes Ziel ist, soll das erste Zwischenziel sein: Gleichwertigkeit beim "body counting", wenn UN-Einsätze geplant werden: Wenigstens im Tod sollen alle Menschen gleich gezählt werden. Ein Amerikaner = Ein Europäer = Ein Afrikaner usw.
Niemand wird es wagen, diese Gleichwertigkeit vor der Weltöffentlichkeit abzustreiten. Aber wir würden auch nicht tatsächlich 10 Europäer opfern, um tausend Afrikaner dem sicheren Tod zu entreißen. So ist das leider. Wir schätzen unseren eigenen Wert über alles. Aber das Gleichwertigkeitsprinzip würde uns zwingen, es auf einen solchen "body-count" in Zukunft nicht mehr ankommen zu lassen. Wir würden endlich im Voraus etwas tun.
So die Idee. Später mehr dazu.
"Weltregierung"
Siehe die Diskussion zu den PS-Regeln (ab 1. April).
Je mehr hochfliegende Ideen wir hier gleichzeitig diskutieren, desto schneller werden wir die Pragmatiker, Realisten und politisch Interessierten vergraulen, die etwas von Politik und der Durchsetzung von Ideen verstehen.
Wir sollten daher vorsichtig sein mit einer Verlängerung der Liste in diesem Sinne.
Viel sinnvoller ist es, mit realisierbaren PS-Wikis die Leistungsfähigkeit der Methode zu demonstrieren, als sie mit zu viel und zu groß gewählten Vorhaben ad absurdum zu führen. Siehe z. B. die konkreten Zehn Gebote von Humanismus und Aufklärung.
Englisch geführte, konvergierende Diskussionen
- Wiki Problemsolver [3] - in Arbeit!
Vorschläge, die nicht weiterverarbeitet wurden
Hier landen gut gemeinte Vorschläge, die jemand gemacht hat, damit andere daran arbeiten, die das aber nicht tun, weil sie anscheindend etwas anderes vorhaben.
Literatur
- Zur Idee der PS-Regeln und PS-Wikis siehe Quellen und Vorarbeiten
- vor allem die pdf-Datei aus Aufklärung und Kritik [4]
- Zu den PS-Wikis Gewaltminimierung und Gleichwertigkeit aller Menschen: Über die Grenzen der Toleranz und ›objektive Toleranz‹ als Instrument der Gewaltminimierung, mit Kritik und Verbesserungen an der UN-Schrift "The Responsibility to Protect"; erscheint 2006 in der Festschrift zu Hans Alberts 85. Geburtstag (hrsg. von Eric Hilgendorf) Preprint: [5]
